Da fielen die vielen

Der Korrektor der Netzeitung ist fieleicht ja noch im Urlaub. 3:0 gegen Schweden wäre ja fieleicht auch echt zu fiel für ihn.

Der Korrektor der Netzeitung ist fieleicht ja noch im Urlaub. 3:0 gegen Schweden wäre ja fieleicht auch echt zu fiel für ihn.
Im Libanon schweigen die Waffen. Atempause für Betonköpfe. Und dann geht es in die nächste Runde. Mehr können wir nicht erwarten.
Ach wie schön war es doch früher. Die Alben durchblättern. Eines auswählen. Auf den Plattenspieler legen. Und genießen. Und jetzt. Erst einmal muss man die ganzen Titel wiederfinden, die in iTunes gelagert sind. Das geht ja über die Suche ganz prächtig. Aber früher. Da habe ich mir Stapel zurecht gelegt. Nach diesem oder jenem Thema sortiert. Und heute weiß ich gar nicht mehr was ich so alles gekauft habe. Raritäten verschwinden im Verzeichnis. Nix ist verloren. Aber vieles ist nicht auffindbar. Vor Monaten habe ich dieses oder jendes gekauft und jetzt weiß ich nix mehr davon. Da fehlt doch noch die eine oder andere intelligente Funktion. Gerade wieder gefunden: wunderschöne Aufnahmen von Chet Baker. Das ist genau das richtige zum Ausklang eines schönen Abends. Versöhnlicher Abschied.
Jedenfalls sechzig Jahre lang. Nun hat sich Günter Grass geoutet, als junger Mensch von siebzehn Jahren den Verführungen der Faschisten erlegen zu sein. Auch er. Spät kommt seine Enthüllung. Aber noch nicht zu spät. Denn er hat es selbst ohne Not von außen berichtet. Die innere Not war groß. Und jetzt werden die Messer gewetzt und alte Rechnungen neu gestellt. Das ist schamlos. Die Bekenntnisse des Günter Grass schmälern sein Werk nicht. Im Gegenteil. Wenn er geschrieben hat angesichts seiner Erlebnisse, ist diese seine eigene Erfahrung eben auch ein Teil seiner Werke. Das kann auch gar nicht anders sein.
Nein, nicht Apollo 13 hat ein Problem, die hatten alles an Board, um zur Erde zurück zu kehren. Die NASA hat ein Problem, denn die Videoaufnahmen der Mondlandung sind nicht zu finden. Das kann bei einer großen Behörde schon mal passieren. Peinlich. Keine Bänder, keine Beweise, also alles doch nur ein Fake. Menschen waren nie auf dem Mond. Die Verschwörungstheoretiker haben Aufwind. Macht nix. Es gibt wahrlich brennendere Probleme.

… begann mit Regen und endete mit Regen, 24 Stunden Dauerregen. Nicht einmal ein schönes Foto gelang. Nur gut, dass zuhause noch genug zu tun war – und ist. Und jetzt freuen wir uns auf den Besuch aus Hessen – und dann wird auch das Wetter wieder schöner.

Heute vor fünfzig Jahren starb Bertolt Brecht: »Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?«
Moderne Legende
Als der Abend übers Schlachtfeld wehte
Waren die Feinde geschlagen.
Klingend die Telegrafendrähte
Haben die Kunde hinausgetragen.
Da schwoll am einen Ende der Welt
Ein Heulen, das am Himmelsgewölbe zerschellt’
Ein Schrei, der aus rasenden Mündern quoll
Und wahnsinnstrunken zum Himmel schwoll.
Tausend Lippen wurden vom Fluchen blaß
Tausend Hände ballten sich wild im Haß.
Und am andern Ende der Welt
Ein Jauchzen am Himmelsgewölbe zerschellt’
Ein Jubeln, ein Toben, ein Rasen der Lust
Ein freies Aufatmen und Recken der Brust.
Tausend Lippen wühlten im alten Gebet
Tausend Hände falteten fromm sich und stet.
In der Nacht noch spät
Sangen die Telegrafendräht’
Von den Toten, die auf dem Schlachtfeld geblieben - -
Siehe, da ward es still bei Freunden und Feinden.
Nur die Mütter weinten
Hüben - und drüben.
Immer mehr deutsche Politiker erwärmen sich für einen Einsatz der Bundeswehr als UNO-Truppe im Libanon. Besonders gewünscht wird dies auch von Israels Ministerpräsident Olmert. Ein Fuchs ist das. Er weiß doch genau, dass es nicht denkbar ist, dass auch nur eine deutsche Kugel auf einen Israeli geschossen wird. Und genau deshalb hat die Bundeswehr dort überhaupt nichts verloren, sie kann dort nur verlieren.
Auch verstehen viele die Aufgabe der UNO-Truppe falsch. Es geht nicht nur um den Schutz Israels, es geht auch um den Schutz der libanesischen Bevölkerung.
Die israelische Regierung hat nun endlich einer Waffenruhe zugestimmt – und vorher nochmals kräftig zugeschlagen, die Hisbollah ebenso. Und tatsächlich schweigen seit sieben Uhr früh die Waffen.
Heute ist der 80. Geburtstag von Fidel Castro. Nicht mehr ganz fidel, krank, einen Teil seiner Macht hat er bereits abgegeben. Das erstaunlichste an seiner Biografie und der Geschichte Cubas ist, dass er diesen Tag überhaupt erlebt. Das ist wohl ein Grund, weshalb er vielerorts so verehrt wird. Einen, ein Land haben »sie« nicht besiegen können.
Und wer hat’s gerichtet? Ein Operator, dessen Talent offensichtlich dort verschwendet wird. Denn er hat’s gerichtet. Der Austausch aller Komponenten brachte noch keinen Erfolg. Aber das Umstecken der Leitung auf einen anderen Hub (oder so) war dann die (!) Lösung. Und so funktionierte das Netz heute wieder im Rahmen der Möglichkeiten. Die Downloads liefen mit mehr als achtzig statt mit vier bis acht Kilobyte pro Sekunde. Und das ist im Moment das Maximum, was uns die Telekomiker bieten können. Und so war nach neunzig Minuten Arbeitsruhe endlich wieder alles im Lot! Danke!
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