Freiheit

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 24.03.2006 | 13:03

In Afghanistan droht Abdul Rahman die Todesstrafe, weil er lieber christlich glauben möchte. Karzai beschwichtigt, dass er nicht hingerichtet werden würde. Na toll, allein, dass er angeklagt werden kann, zeigt, wie weit das Land noch im Mittelalter lebt.
In Weißrussland droht der Despot demokratisch gesinnten Menschen mit der Todesstrafe, weil sie nicht seiner Meinung sind. Na toll, allein, dass er das aussprechen darf, sollte für massive Kritik sorgen. Ob sich die Reporterin über Lukaschenkos Aussage gefreut hat, dass sie ja sehen können, da sie noch leben würde, dass nicht so scharf geschossen wie gesprochen wird, mag auch bezweifelt werden.

Frühlingsanfang

Abgelegt unter != von Dietbert | 21.03.2006 | 7:11

Gestern war Frühlingsanfang. Hab ich gemerkt, heute Morgen musste ich die Scheiben vom Eis befreien.

Der FC Bayern kriselt

Abgelegt unter != von Dietbert | 19.03.2006 | 18:42

.. und Werder Bremen zögert nicht - macht auch gleich mit. Schade. Sonst hätten sie vorbeiziehen können. In der Tabelle. Und wären vorne. Ganz weit vorne.

Verblendung

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 19.03.2006 | 18:31

Wenn der Handke, Peter seinen Kopf ganz ausschaltet - und das tut er schon seit einigen Jahren wenn es um die Poltik des alten Serbiens geht - dann, ja dann erweist er auch einem der größten Schlächter des 20. Jahrhundert die letzte Ehre. Slobodan Milosovic starb und er, er, ja er, einer der Großdichter des 20. Jahrhunderts, hielt während dessen Trauerfeier eine Rede.
Schäm dich! Menschenrechte und der Mord an Andersdenken und Andersaussehenden und Andersherkommenden ist nicht verzeibar. Das Recht auf Leben, auf Gedankenfreiheit und das Recht auf Unversehrtheit sind nicht teilbar! Sind nicht diskutierbar. Sind unumstoßbar. Heißt Ihr neuer Freund Lukaschenko? Der ist ja von ähnlicher Statur, Präsenz und leidet auch unter Verfolgungswahn, die ihm demokratisch gesinnte Menschen beizubringen scheinen. Sie gehören nicht mehr dem Stand der Künstler an. Denn: Kunst ist immer der Wider-Spiegel der Herrschenden. Kultur ist immer das Hinterfragen des Althergebrachten. Der Hinterfragen der Macht. Ist immer Auflehnung. Gegen die Herrscher. Apologeten haben damit nichts gemein. Sie gehören nicht dazu, Peter Handke: Pfui! Teufel!

Wer widerspricht wird erschossen

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 19.03.2006 | 18:27

… so einfach ist das im Land eines Despoten. Weißrussland wählt Lukaschenko oder Lukaschenko.

Die Repebulik schläft

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 15.03.2006 | 20:34

Nix. Keine Auseinandersetzungen. Kein Streit. Kein wirklicher Streit. Die Große Koalition hat alles gedeckelt. Es werden kleine Grausamkeiten verkündet, diskutiert, umdekoriert. Der große Wurf findet nicht statt. Und die Opposition? Schläft. Beschäftigt sich mit sich selbst. Und die Linke muss sich erst finden, kann aber nicht über die eigenen Schatten der Vergangenheit springen. Die PDS nicht und die frustierten Sozialdemokraten schon gar nicht. Es ist nur Platz für einen Napoleon. Aber das werden sie sicher schon wissen.
Die einzigen, die gegenhalten und Aufmerksamkeit bekommen, sind die Streikenden des Öffentlichen Dienstes. Sie wehren nur ab. Sie gewinnen allenfalls den Status Quo – mehr nicht. Und das ist heute mehr als wichtig. Einhalt gebieten. Die einzig richtige Maxime: „Friede den Hütten. Krieg den Palästen.“

Die Kanzlerin lädt ein

Abgelegt unter != von Dietbert | 13.03.2006 | 21:10

Jetzt hat auch unsere Kanzlerin – das ist Angela Merkel, falls ihr den Namen gerade nicht parat habt, weil wir die ja viel zu selten zu uns sprechen hören – endlich mal ein innenpolitisches Thema ergriffen und hofft wohl, die Lufthoheit über die Stammtische zu erlangen – oder zumindest in diese Lüfte vorzudringen. Sie wird einige Exponenten der Fußball-WM zu einem Gespräch empfangen.
Na toll. Was das soll? Nix! Pure Ablenkung. Statt sich um die drängenden Probleme der Menschen in unserem Lande zu kümmern, wird ein neues Thema aufgemacht. Der Hype wird geschürt. Ab der WM interessiert sich eh niemand mehr für Renten, Arbeitslose und andere Bedürftige. Und da kann es wohl nicht schaden, jetzt schon zu trainieren. Sie übt den Schröder. Der ist in solchen Dingen aber unerreichbar weit weg. Der hätte den „Klinsi“ schon längst überredet einen Scheinwohnsitz in Deutschland zu beziehen. Hannover ist ja auch ’ne schöne Stadt – wenn man anderswo gerade mal nicht so erwünscht ist.

Tod eines Mörders

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 13.03.2006 | 20:56

Den Tod eines Stalinisten, Völkermörders und Brandstifters dermaßen zu rechtfertigen, ist der üble Versuch einer Reinwaschung und Legendenbildung. Die „Junge Welt“ verherrlicht die „alte Welt“ der Ära vor Glasnost und Perestroika, vor Gorbatschow und seinen Mitstreitern. Von Slobodan Milosevic und seinen Mitstreitern ging der groß-serbische Wahn aus, der den Balkan in die größte menschliche Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg führte. Dass es heute möglich ist, darüber einen Prozess zu führen, sollte allen an libertären Idealen – zumindest in der Tradition der Großen Französischen Revolution – hängenden Menschen freuen.
Und es ist eben nicht so, dass die Nato oder andere Staaten Serbien angriffen hätten. Diese platte Lüge ist eine Rechtfertigung und funktioniert nicht. Erst die Proklamation nationalistischer Ambitionen und der Wille diese mit Macht durchzusetzen, brachte die Lunte – und das Feuer wurde gelegt.
Es ist immer noch eines der Verdienste der „alten“ rot-grünen Bundesregierung, dass sie den Mut fand, gegen den Völkermord auf dem Balkan vorgegangen zu sein. Auch gegen viele Widerstände in den eigenen Reihen.
Niemand, überhaupt niemand – nicht du, nicht ich – darf nach der Nazi-Barbarei heute zusehen, wie Menschen aus rein ethnischen Gründen massakriert werden. Das darf nie wieder geschehen. Was sollten wir unseren Enkeln erzählen? Ihr fragtet eure Großeltern, was sie während des Faschismus getan haben und was habt ihr gegen den Völkermord zu Eurer Zeit getan?
Und wer dem Gerichtshof in Den Haag die Legitimation abspricht, sollte sich gut überlegen, ob dann die Nürnberger Prozesse auch unrecht gewesen wären. Staatliche Gewalt kann nur durch internationale Gerichte geahndet werden. Wer sollte sonst Richter sein, wenn die Ankläger ermordet wurden?
Milosevic wollte wohl als letzte Ausfaht Moskau – und hatte sich deshalb wohl Medikamente selbst verabreicht, die das beschleunigen sollten. Dorthin, wo er noch Verbündete wähnte. Bei Honecker hatte das ja auch prima funktioniert.
Durch seinen Tod hat er es zumindest geschafft, einem gewissen Märtyrertum den Boden zu bereiten. Nur, die Leiche wollen sie in Serbien wohl auch nicht haben. So wie das Spandauer Gefängnis nach dem Tod von Rudolf Hess geschliffen wurde, um keinen Ort für Wallfahrten zu schaffen, so scheint man in Serbien selbst auch nicht an einem solchen Ort interessiert zu sein. Sie wissen, dass auch dieser Schoß noch fruchtbar ist. Gerade auch, weil gewählte Repräsentanten der Nach-Milosevic-Ära ermordet wurden.
Und es ist schändlich, dass noch immer einige der größten Verbrecher des Krieges in warmen Nestern sitzen und selbst von höchsten Regierungsstellen geschützt werden. Wer Mörder schützt, macht sich selbst schuldig. Das sind keine guten Aussichten für eine friedliche Entwicklung auf dem Balkan. Mitten in Europa.

Und noch eines zum Schluss: Gegen die Barbarei des Hungers in Afrika und anderswo müsste mit ebenso viel Vehemenz vorgegangen werden.

Wer hat’s erfunden?

Abgelegt unter !=, Kultur von Dietbert | 13.03.2006 | 17:32

Auf der Insel pflegen die Menschen seltsame Hobbies, manche gelten als schrullig und manche eben auch als erfindungsreich.
Jedenfalls berichtet SPON heute davon, dass British Railways sich 1973 eine fliegende Untertasse hat patentieren lassen.

Fliegende Untertasse

Wer hat’s schon früher gewusst: Die Trekkies! In dem StarTrek-Forum trekfanunited war schon im November 2005 darüber berichtet worden.
Ein Problem wurde bis heute nicht gelöst: Das Ding fliegt nicht, weil der Antreib noch nicht entwickelt werden konnte. Na ja, die Winter sind kalt und lang – auch im Empire.

Wieder da

Abgelegt unter Kultur von Dietbert | 12.03.2006 | 23:39

Ditsche ist auferstanden. Oder habe ich da was verpasst. Egal. Jedenfalls trinkt er kein Beck’s mehr. Aber der Rest ist geblieben. Auch der schicke gestreifte Bademantel. Ditsche gibt’s nicht online, sondern hier nur auf N3. Er macht wohl Promotion für den Eurovision Song Contest. Da ist er ja vertreten mit dieser unsäglich Country-Truppe. Ich mag diese Musik nun überhaupt nicht. Das ist Volksmusik. Und beim Zappen hatte ich da heute schon die Kastelruter Spatzen und die anderen üblichen Verdächtigen bei der Echo-Preisverleiung auf dem Schirm und dann beim Weiterzappen auch noch André Rieu – das reicht! Uups. Auch der Herr, der immer am kleinen runden Tisch sitzt und trinkt und raucht, hat was gesagt. Sensationell! Und nun kommt noch ein Gast in den Imbiss. Unglaublich. Die reden über Fußball – was sonst.
Das war live gebloggt. Einmal ist immer das erste Mal.

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