Einfach gut

Abgelegt unter Fragmente von Dietbert | 28.02.2006 | 16:34

Billie HolidayDer Blick nach draußen: Schnee, Schnee, Schnee, leise rieselnd. Und drinnen Musik von Billie Holiday. Diese herrliche, warme Stimme, ruhig dahinfließend. Die kürzlich im iTMS erworbenen einhundert Songs reichen für viele Stunden.

Gespalten

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 26.02.2006 | 22:25

Es passt nicht. Linkspartei – ehemals SED – ehemals PDS – und WASG können nicht miteinander. Das verwundert mich nicht. Die Wessies lassen sich nicht einfach eingliedern. Aus frustierten Sozialdemokraten und Sozialisten wird keine neue Partei enstehen könne. Und Oskar wird nur bleiben solange er sein Ego platzieren kann. Punkt. Das ist schade. Schade, weil eine linke Opposition nötig ist. Da ist nur: Schweigen im Walde.

Kuss

Abgelegt unter Fragmente von Dietbert | 24.02.2006 | 23:58

Sie gab mir einen Kuss auf die Wange. So weich und zart und sanft wie Samt.

Bremer Räterepublik

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 5.02.2006 | 18:32

Gestern jährte sich der Tag der Niederschlagung der Bremer Räterepublik. 4. Februar 1919. Was war das? Zu allererst die Revolution der Soldaten und Arbeiter gegen das wilhelminische Regime. Der Kaiser Wilhelm II. musste abdanken und in’s Exil nach Holland (keine Sorge, ihm ging es gut dort) und die Republik wurde ausgerufen – die sogenannte Weimarer Republik.
Doch zuvor musste sich die sozialdemokratische Regierung in Berlin noch der lästigen Aufständischen entledigen. Die wollten nämlich selbst über sich bestimmen und hatte der Utopie eines sozialistischen Staates Raum geben wollen. Und in Bremen und München und andernorts hatte sie die Macht und den Willen Gutes für die arbeitenden Massen zu tun.
Nun, der Ebert schickte seinen Bluthund Noske und der ließ in Bremen die Menschen erschießen, die sich widersetzten. Gnadenlos.
Ich hatte noch Augenzeugen aus der Zeit kennen gelernt. Sie waren noch sehr jung damals. Zugegeben. Aber die Schüsse, diese ewigen Schüsse, die hatten sie noch gut in Erinnerung. Und die Toten auf der Straße.

Mär von der Meinungsfreiheit

Abgelegt unter Blogdorf, Politik von Dietbert | 5.02.2006 | 18:20

Ja, die Meinungsfreiheit. Das ist ja auch son’n komisches Ding. Do mokiert man sich „im Westen“ über die Kritik islamischer Staaten oder Menschen. Wenn die anderen einen selbst an den Pranger stellen ist das falsch und umgekehrt richtig. Welche Gleichung liegt denn hier zu Grunde? Ganz einfach. Was uns reicher macht ist richtig. (Uns, uups, mich und dich habe ich da jetzt nicht gemeint, äh, meinen können).
Natürlich darf hier jeder schreiben was er will … solange es die Eigentümer der Zeitung nicht stört und Profit bringt. Natürlich darf der Staat hier keine Zeitungen verbieten … solange seine Regeln beachtet werden.
Kritik darf und muss geübt werden. Kritik an Intoleranz, Diskreminierung, Menschenverachtung, Kriegshetze, Unterdrückung …
Und wenn es die herrschenden Zeitungen nicht zulassen, bleibt nur das Bloggen! Solange es sie zulassen. Das kann sich schnell ändern. China (oder wer auch immer) ist nicht so weit, wie man hier allgemein glaubt.

Neue Unübersichtlichkeit

Abgelegt unter Netzarbeit von Dietbert | 5.02.2006 | 18:10

Es ist ja nicht so, dass ich mich langweile. Ganz im Gegenteil. Aber diese ganzen neuen Möglichkeiten führen zur Unruhe.
Heute alle Blogs gelesen, neue entdeckt oder gar verpasst? Die abonnierten Podcasts gehört? Bei iTunes im Store vorbeigeschaut, in alle neuen Empfehlungen reingehört? Früher, ja früher, da hatte ich mal beschlossen, alle unmöglichen Abonnenments abzubestellen und die Zeitungen oder Zeitschriften nur zu kaufen, wenn ich auch Zeit habe. Und jetzt erinnert mich NetNewsWire an das Lesen der Blogs und die Tabs in Safari an die anderen, ach so wichtigen Seiten. Bloß nichts verpassen. Keinen Eintrag übersehen.
Mann, damals, ja damals war das einfach. Was man nicht mitbekam, erzählten einem die Freunde oder es wurde auf politischen Versammlungen kundgetan. Oder auch nicht. War ja egal. Hat man ja nicht bemerkt. Und das ging auch. Jetzt ist alles unstet. Ungewiss. Fließend. Kein Halt. Nur virtuelles Leben.
Früher, ja früher, da war alles besser. Die Alten haben doch recht.

Adler

Abgelegt unter Fragmente von Dietbert | 3.02.2006 | 17:42

Dann konnte ja nichts schiefgehen. Er brachte mich jedenfalls heil von Hamburg nach Friedrichshafen – und ein paar Tage später auch wieder zurück: „Es begrüßt Sie Fugkapitän Norman Adler“. Wo ich doch bis vor 18 Monaten dachte, ich hätte unglaubliche Flugangst. Kommt wohl daher, dass mein erster Flug mit Aeroflot stattfand – so ungefähr 1980, und da ging es mir echt schlecht, dieses dauernde Drücken auf den Ohren, ich war nicht ich selbst, der Druckausgleich war nicht perfekt. Und jetzt, alles gut, keine Angst abzustürzen. Na ja, über dem Wasser ist es immer noch ein wenig komisch. Wenn schon, dann über Land niedergehen. Außerdem habe ich ja nie einen Flugzeugkatastrophenfilm ausgelassen: Das Suhlen in der eigenen Angst.
Jedenfalls war der Rest in Lindau auch gut: Softwareschulung bei Tanner in Mediando und InBetween, gutes Hotel, Sonne am Montag, als ich noch ein wenig Zeit hatte. Schöne Fotos. Alte Erinnerunge. Damals, in den Achtizigern mit der damaligen Freundin, die aus Lindau kam. Und davor, während des Studiums, die Freundin aus Baltringen, in der Nähe von Biberach. Und immer der Bodensee. Schön, einfach nur schön, fast schon so schön wie die Nordsee. Der Blich über das „Meer“, aber dahinter die Berge, die Alpen.
Nur die Menschen, die sind mir immer ein wenig fremd geblieben. So … traditionell, freundlich gesagt, und dieser Glaube, dieser Katholizismus, diese Intoleranz. Oft. Nicht immer. Die Guten lebeten eh im Norden, oder eben in Berlin. Es war gut dann wieder dorthin zurückkehren zu können.
Dann war alles gut.

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