Manch einer ging …

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 31.10.2005 | 23:29

… als Papst hinein und kam als Kardinal wieder heraus. Das trifft auf Müntefering zu, weil er zurücktreten wird und das trifft auf Nahles zu, weil es keinesfalls sicher ist, dass sie die entscheidende Wahl gewinnen wird. Dann hat die SPD zwei Posten neu zu besetzen. Und die zweite Reihe ist noch nicht bereit, noch ungeordnet. Anders bei CDU, da stehen die Kadetten schon in den Startlöchern. Es wäre leicht, nachzutreten und Merkel zu ersetzen. Der kleine Sieger der Bundestagswahl ist am Ende - und die CDU weiß eh nicht weiter. Alles was der im Moment noch wahrscheinlichen nächsten Regierung einfällt, sind ja nur neue Abgaben für die Bürger mit den kleinen Einkommen. Das ist nichts, das wird nichts. Auch ohne Münte wird das nichts. Prognose: es wird neu gewählt. Solange nicht regiert wird, wird uns nicht noch mehr genommen. Das ist der schwache Trost.

Hähnchen nach Art des Hauses

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 30.10.2005 | 16:42

Hänchen nach Art des HausesDas Hähnchen kaufen wir – natürlich – auf Cordes’ Hof in Bülstedt, dem Landwirt unseres Vertrauens für alles Geflügel und für Spargel. Hier gibt es auch Enten und Gänse für den Weihnachtsfesttisch. Normalerweise läuft das Geflügel auf einer sehr großen Wiese spazieren und frisst sich groß und rund. Leider sind sie derzeit mehr im Stall – die Vogelgrippe-Vorsorge trifft auch sie und uns.

Ein bis zwei Tage vor dem Verzehr müssen wir das Hähnchen herrichten, damit es die Aromen gut aufnimmt und richtig gut wird: Das Hähnchen wird zunächst gewaschen. Die Flügel werden am Gelenk abgetrennt. Nicht forttun, die brauchen wir noch. Mit ein wenig Übung geht das bald wie von selbst.
Um eine möglichst knusprige Haut zu bekommen, wenden wir einen Trick aus der chinesischen Küche an: Die Haut wird ordentlich durchgewalkt oder es wird mit einem Filetiermesser zwischen Haut und Fleisch gefahren und langsam die Haut gelöst. Das hört sich schwerer an als es wirklich ist. So vorbereitet läuft das Fett, welches sich unter der Haut befindet, während des Bratens besser heraus und es ist ein insgesamt sehr mageres Gericht.

Die Marinade besteht aus vier Esslöffeln Orangen-Olivenöl von arteFakt, Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprika. Wenn es schärfer sein soll, kommt noch Cayenne-Pfeffer hinzu. Damit wird das Hähnchen satt eingeschmotzt, auf hochdeutsch: eingerieben.
(Eingeschmotzt: Tolles Wort, was ich von einer früherer Freundin aus Lindau habe. Da wir beide auch gerne Hähnchen aßen, erinnere ich mich bei jeder Zubereitung an sie.)

Eine kleine mediterrane Alternative: Unter die Haut werden zwei Zweige Rosmarin und ca. 10 Blätter Salbei geschoben. Das ergibt ein wunderbares Aroma. Unter das Hähnchen kommen während der Marinierzeit und des Bratens noch ein bis zwei wenig zerkleinerte Knoblauchzehen und noch je einen Zweig Rosmarin und Thymian.

Nun kommt das Geflügel in den Kühlschrank, besser wäre eine wohltemperierte Speisekammer, so wie meine Oma eine hatte. Eine Speisekammer wäre auch für eine Peking-Ente optimal, denn diese wird möglichst an einem luftigen Ort für mehrere Tage aufgehängt.

Die leckere Leber gibt es gut gewürzt mit Salz und Pfeffer und in Olivenöl angebraten als Vorspeise – ein amuse bouche der ganz besonderen Art.

Das Hähnchen wird in einem Eisentopf ohne Deckel oder einer Auflaufform in den Ofen geschoben, bei 200 Grad. Unter das Tier legen wir die abgetrennten Flügel. Wer ein ganzes Hähnchen zubereiten möchte, dem sei empfohlen, es in zwei Teile zu zerschneiden. Mit einem ordentlichen Kochmesser ist das kein Problem. Alle fünfzehn Minuten wird die Haut mit dem Sud begossen. Die letzten zwanzig Minuten jedoch nicht mehr. Dann ist auch die Oberhitze einzuschalten. Außer man legt auf knusprige Haut keinen Wert.
Ich lasse das Hähnchen eher lange im Backofen. Dazu muss man wissen, dass Hähnchen von Cordes recht groß sind, ein halbes reicht locker für zwei Personen. So kommt es erst nach ca. 75 Minuten Backofenaufenthalt auf den Tisch. Das Fleisch ist dann immer noch schön fest und auf jeden Fall nicht labberig oder rosa, was ich hier auf keinen Fall schätze.

Dazu gibt es bei uns profane Penne Rigate von Barilla und eventuell in Butter geschwenkte Bohnen. Sicher schmeckt es auch gut mit Frischnudeln von Antonett Briese aus der arteFakt Nudelmanufaktur, mit Kartoffeln oder Baguette. Aber damit kann ich mich hier nicht durchsetzen: das Kind ist sehr traditionsbewusst, was einmal geschmeckt hat, darf nur wenig, selten oder gar nicht variiert werden.

Georg Büchner – Woyzeck

Abgelegt unter Literatur von Dietbert | 30.10.2005 | 0:53

Georg Büchner

Immer wieder lesenswert: Georg Büchner, Woyzeck. Solange er Erbsen isst und ordentlich pisst, ist er ein guter Mensch. Man sollte sich den Dialog im Frankfurter Dialekt vorstellen.

Beim Doktor

DOKTOR: Ich hab’s gesehn, Woyzeck; er hat auf die Straß gepißt, an die Wand gepißt, wie ein Hund. - Und doch drei Groschen täglich und die Kost! Woyzeck, das ist schlecht; die Welt wird schlecht, sehr schlecht!
WOYZECK: Aber, Herr Doktor, wenn einem die Natur kommt.
DOKTOR: Die Natur kommt, die Natur kommt! Die Natur! Hab’ ich nicht nachgewiesen, daß der Musculus constrictor vesicae dem Willen unterworfen ist? Die Natur! Woyzeck, der Mensch ist frei, in dem Menschen verklärt sich die Individualität zur Freiheit. - Den Harn nicht halten können! - Schüttelt den Kopf, legt die Hände auf den Rücken und geht auf und ab. - Hat Er schon seine Erbsen gegessen, Woyzeck? Nichts als Erbsen, cruciferae, merk Er sich’s! Es gibt eine Revolution in der Wissenschaft, ich sprenge sie in die Luft. Harnstoff 0,10, salzsaures Ammonium, Hyperoxydul - Woyzeck, muß Er nicht wieder pissen? Geh Er einmal hinein und probier Er’s!
WOYZECK: Ich kann nit, Herr Doktor.
DOKTOR mit Affekt: Aber an die Wand pissen! Ich hab’s schriftlich, den Akkord in der Hand! - Ich hab’s gesehen, mit diesen Augen gesehen; ich steckt’ grade die Nase zum Fenster hinaus und ließ die Sonnenstrahlen hineinfallen, um das Niesen zu beobachten. - Tritt auf ihn los: Nein, Woyzeck, ich ärgre mich nicht; Ärger ist ungesund, ist unwissenschaftlich. Ich bin ruhig, ganz ruhig; mein Puls hat seine gewöhnlichen sechzig, und ich sag’s Ihm mit der größten Kaltblütigkeit. Behüte, wer wird sich über einen Menschen ärgern, ein’ Mensch! Wenn es noch ein Proteus wäre, der einem krepiert! Aber, Woyzeck, Er hätte nicht an die Wand pissen sollen -
WOYZECK: Sehn Sie, Herr Doktor, manchmal hat einer so ‘en Charakter, so ‘ne Struktur. - Aber mit der Natur ist’s was anders, sehn Sie; mit der Natur - er kracht mit den Fingern -, das is so was, wie soll ich sagen, zum Beispiel …
DOKTOR: Woyzeck, Er philosophiert wieder.
WOYZECK vertraulich: Herr Doktor, haben Sie schon was von der doppelten Natur gesehn? [...]
DOKTOR: Woyzeck, Er hat die schönste Aberratio mentalis partialis, die zweite Spezies, sehr schön ausgeprägt. Woyzeck, Er kriegt Zulage! Zweite Spezies: fixe Idee mit allgemein vernünftigem Zustand. - Er tut noch alles wie sonst? Rasiert seinen Hauptmann?
WOYZECK: Jawohl.
DOKTOR: Ißt seine Erbsen?
WOYZECK: Immer ordentlich, Herr Doktor. Das Geld für die Menage kriegt meine Frau.
DOKTOR: Tut seinen Dienst?
WOYZECK: Jawohl.
DOKTOR: Er ist ein interessanter Kasus. Subjekt Woyzeck, Er kriegt Zulage, halt Er sich brav. Zeig Er seinen Puls. Ja.

Quelle: Projekt Gutenberg

Sonntagspredigt

Abgelegt unter Politik von Dietbert | 30.10.2005 | 0:09

Erst Nein, dann ja. So sind die Sozen. Also gibt es wohl doch eine Mehrwertsteuererhöhung. Die SPD kippt um. Das wundert jetzt eigentlich schon nicht mehr. Eine große Koalition ist die Umsetzung von Grausamkeiten, zu denen sich eine kleine nicht durchringen kann. Niemand ist verantwortlich, was gut ist, wenn die nächsten Wahlen anstehen. Jeder kann in dieser Veranstaltung, die sich Politik gestalten oder Regieren nennt, herausreden, dass er oder sie es ja nicht alleine waren.
Die Kompromisse, die geschlossen werden, lassen keine Fantasie erahnen. Das ist ein Armutszeugnis.
Es sollte doch alles besser werden, billiger werden, weniger Steuern sollten bezahlt werden. Nur, wie die Folgen der Vergreisung unserer Gesellschaft gelöst werden und die überbordenden Ausgaben minimiert werden könnten, darüber wird gar nicht erst geredet. Immer noch nicht. Allein dieses Rentendesaster ist ja eine Lüge am Volk von Anbeginn an. Noch nie hat die Kohle für die Rente aus den Beiträgen gereicht, seit fünzig Jahren nicht. Und das haben wir doch in der Schule gelernt: Die Menschen werden immer älter und bekommen gleichzeitig immer weniger Kinder, also kann nicht reichen, was eingezahlt wird. Erst wird die Riester-Rente von der Union zerredet und nun wird sie wahrscheinlich obligatorisch. Lug und Trug - oder: Politik im Spätkapitalismus. Und das wird nicht reichen. Jeder muss sich stärker um die Rente kümmern. Klare Worte würden honoriert werden.

Aus dieser Koalition, so sie denn eine wird, kommt nichts Gutes. Und dann noch ein Soli – der heißt dann wohl Ich-klammer-Staat-ich-hol-es-mir-vom-gemeinen-Volk-weil-mir-nichts-mehr-einfällt-Soli, und noch eine Steuer, und noch eine Streichung von Vergünstigungen für die, die sie bräuchten. Von Kürzungen bei den Besserverdienenden und den Konzernen ist auch gar nicht mehr die Rede. Was soll das? Wo leben wir hier? Ach ja, hatte ich kurz vergessen, tschuldigung.

Wie gut, dass ich wenigstens Grün gewählt habe, die sitzen bequem in der Opposition und können sich dann an ihren Gegen-Reden laben. Und ich kann mich dran erfreuen, wenn der Joschka sich auch noch das eine oder andre Mal ans Rednerpult schleppt. Ich hatte mir ja eine Rot-Grüne Regierung gewünscht, mit einem vorzeigbaren Kanzler und keiner Kanzlerette, die in der Öffentlichkeit gar nicht mehr statt findet. Da ist es dann wohl besser sie bleibt in Berlin Mitte wohnen, wegen der schönen Aussicht, wie sie sagt, oder sie hält sich gleich ganz raus. Irgendwie wird immrt deutlicher: Die Angie kann es nicht. Nur: Wer regiert dann das Land? Ach, auch das ist kein Problem. Da finden sich schon welche: Die Deutsche Bank, Die Dredner Bank, Allianz, DaimlerChrysler … und die anderen üblichen Verdächtigen.

Und die Linkspartei ist ja immer noch nur Opposition und sich damit genug. Mehr will man dort nicht. Schade, sonst könnte ich mir glatt überlegen, die das nächste Mal zu wählen. Warten wir ab. Vielleicht ist man dort ja doch noch gewillt uns zu sagen, wie die Versprechungen finanziert werden sollen. Auf Oskar ist da nicht unbedingt Verlass, der war ja schon mal für die Einnahmen und Ausgaben der Nation verantwortlich.
Noch gilt meine Prognose: Der Oskar und der Gregor passen nicht zueinander. Zwei Sonnenkönige verträgt kein Land, keine Fraktion und keine Partei. Die Absolute Monarchie der Selbstdarstellung kann nur einer leben.

Amen!

Raclette und Blauer Schwede

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 29.10.2005 | 23:24

Raclette und Blauer Schwede Eine Variante des traditionellen Schweizer Gerichts für zwei Personen sieht so aus:
Man nehme statt Raclette-Käse ein Paket Gouda von Feinkost Albrecht Nord oder Süd, sechs bis acht Kartoffeln der Sorte Blauer Schwede. Diese Kartoffel hatten wir wegen der Farbe gewählt. Geschmacklich hat sie nicht so richtig überzeugt als Raclette-Kartoffel. Nächstens probieren wir dann dazu Bamberger Hörnchen.
Dazu gibt es noch einen Mix aus ein bis zwei Zwiebeln mit Knoblauch in Olivenöl, plus Salz und Pfeffer. Des weitern kann dieses preiswerte Gericht noch mit ein paar Scheiben Schinkenspeck und Büsumer Krabben aufgemotzt werden. Dies lassen sich auch hervorragend in den Pfännchen bruzzeln.
Uns schmeckt es jedenfalls so. Wenn dann noch ein einfacher grüner Salat dazu gereicht wird, sind wir mit unserem Raclette glücklich und zufrieden.

It’s not a trick - it’s a jpg and != a gif

Abgelegt unter Kunst, Netzarbeit von Dietbert | 29.10.2005 | 3:13

Bei Lisaneun gefunden. Ein verwirrendes Bild, welches kein gif ist, aber vorgibt eines zu sein. Das Auge wird schamlos betrogen.

Wer es als Wallpaper für eine übliche Bidlschirmgröße mag, kann auch dieses downloaden.

Wo ist Modeste?

Abgelegt unter Blogdorf von Dietbert | 29.10.2005 | 2:29

Und dann ist Modeste nicht mehr da? Abgemeldet? Neue Adresse? Was ist da vorgefallen? Kein Bock mehr auf Bloggen? Oder wie oder was?

Google und Bremer Pinkel

Abgelegt unter Blogdorf, Kochen von Dietbert | 29.10.2005 | 1:49

Das freut den Gourmet: Mein Rezept von Grünkohl und Bremer Pinkel rangiert bei Google auf Platz vier der Ergebnisliste, wenn man als Suchwort „Bremer Pinkel“ eingibt. Das freut auch den Blogger.

[Update 1. November 2005]
Bei der Suche nach „Oldenburger Pinkel Grünkohl“ oder „Grünkohl Bremer Pinkel“ wird Der Process an erster Stelle genannt. Die Lust am Kochen ist im Lande ungebremst. Das freut den Koch.

Lyrikmail

Abgelegt unter Literatur von Dietbert | 29.10.2005 | 0:34

Wer es nicht kennt und sich für Lyrik – Gedichte – interessiert dem sei diese website sehr empfohlen. Lyrikmail bringt jeden Werktag ein Gedicht, und die schöne Idee daran ist, dass man sich die Gedichte auch werktäglich per Elektropost zusenden lassen kann.
Lyrik? Das sind Texte, die ein manchmal unfreiwilliges, manchmal ein sehr gewolltet Zeilenende haben, das heißt, der Raum bis zum Blattrand wird nicht vollständig ausgenutzt. Manchmal sind die Verse genannten Zeilen auch gereimt.
Lyrikmal: Die täglich Portion Literatur in Kurzform, meist noch kürzer als Blogeinträge, außer man heißt Grete, die Bloggerin der kleinen Prosa.

Berliner Blogroll

Abgelegt unter Blogdorf, Fragmente von Dietbert | 29.10.2005 | 0:08

Ich beschäftige mich ja erst seit den Sommerferien mit dem Blogdings. Erst eimal herausfinden, wo finde ich Blogs, die mich interessieren könnten. Dann lesen, lesen, lesen. Da gingen ein paar Tage mit drauf. Gute Tage. Dann entstand die Idee zu diesem Blog. Noch nicht fertig. Ich suche noch. Schreibe über Dinge, die mich interessieren. Das ist wohl immer so. Dinge, die anderen vielleicht nützlich sein könnten. Die meisten Abfragen galten meinem Rezept für Grünkohl mit Bremer Pinkel. Nun gut. Das ist ein Anfang. Ich will ja nicht überschwenglich werden, die hohen Weihen der Blogosphäre sind noch weit entfert. Ob ich da hin will, weiß ich nicht. Ist mir schnurz-piep-egal. Oder nicht? Wir schreiben, um gelesen zu werden.
Und was lese ich? Wenn ich mir so meine Liste in meinem RSS Feed Reader „Net News Wire“ anschaue, merke ich doch, dass eine starke Affinität zu Blogs aus Berlin besteht. Das wundert mich eigentlich nicht. Meine Stadt, wenn ich wählen könnte. Dort ist alles vorhanden, was das Leben ausmacht. Nirgendwo sonst ist die deutsche Geschichte so präsent. Nirgendwo sonst ist das Leben so direkt, heftig, stark, sanft, unnachgiebig, blumig, wortgewaltig, intensiv wie in Berlin. Ich liebe diese Stadt.
In diesem Spätsommer war ich mal wieder dort, nach langen Jahren der Abwesenheit. Wie konnte ich nur so lange weg bleiben. Alles war da. Wie immer. Die Mauer war nicht mehr da. Ich verließ die Stadt im Sommer 1989. Schade. Denn ich ging, weil mir die Natur fehlte. Manchmal. Und weil die Luft so elendig schlecht war. Aber das quirlige Leben habe ich vermisst. In Bremen war es ja sehr beschaulich. Aber es gab immer eine wunderbare Mitfahrgelegenheit zwischen Bremen und Berlin. Und dann das Leben auf dem Lande wieder ganz anders. Aber reichhaltig. Dort habe ich Menschen gefunden, die mir viel bedeuten. Und einige haben eine starke Bindung zu Berlin oder kommen gar dort her.
Viel habe ich in Berlin das erste Mal erlebt. Gerade der letzte Sommer in Berlin war eine der intensivsten Phasen meines Lebens. Die Menschen, die mit nahe waren, der Aufbruch im Osten. Vielleicht gibt es bald einen eigenen Blog von mir über Berlin. Bald, sehr bald werde ich wieder dort sein. Und es wäre schön, wenn ich dann andere Blogger treffen würde. Oder die Menschen, mit denen ich mal sehr verbunden war, die zwischenzeitlich auch in Bremen waren und die jetzt (wieder) dort wohnen. Alles ist in Berlin. Alles ist möglich. Nichts ist endgültig.
Mein Leben zwischen Sven Regeners Herr Lehmann und Neue Vahr Süd, zwischen Element of Crimes Delmenhorst und den Roten Rosen. Parallelen ohne Ende. Ich höre gerade Ich + Ich. Auch so ein Ding aus den 80er Jahren in Berlin, damals noch als Humpe und Humpe oder Ideal unterwegs. Alles kreuzt sich in Berlin: Mittelpunkt der Welt.

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