Mittelpunkt der Welt

Abgelegt unter Musik von Dietbert | 30.09.2005 | 19:44

Heute sollte es eigentlich erscheinen, das neue Album von Element of Crime: Mittelpunkt der Welt. Ist auch erschienen, aber nicht im iTunes MusicStore. Da heißt es Geduld haben, oder in einen Plattenladen laufen und viel mehr Geld auf den Tisch legen. Leider ist der nächste Laden weit weg; das ist auch so ein Vorteil, wenn man hier auf dem Lande wohnt, auch wenn sich der Ort charmant Stadt am Walde nennt. Stimmt ja auch, das mit dem Wald, aber Stadt mit Plattenladen würde mir auch gefallen.
Bleiben wir geduldig. Die EP genannte 3-Stücke-CD Delmenhorst war ja auch gleich im Store erhältlich.
Und Sven Regener blogt weiter - wenigstens noch bis zum 4. Oktober 2005.

Process oder Proceß oder Prozeß

Abgelegt unter Literatur von Dietbert | 29.09.2005 | 16:36

Vielleicht wundert sich jemand über die Schreibweise des Wortes Process. Jahrzehntelang hieß das Werk Der Prozeß, so stand es jedenfalls auf unzähligen Büchern. Falsch, alles falsch.
Als sich der Fischer-Verlag daran machte, das Werk in der Fassung der Handschrift aufzulegen, ediert von Malcolm Pasley, hieß es plötzlich Der Proceß. Oh je, auch falsch.
Was immer noch fehlte, war eine historisch-kritische Ausgabe der Werke Franz Kafkas. Zwei junge Wissenschaftler nahmen die Herausforderung an: Roland Reuß und Peter Staengle. Wenn vorhanden, wurden Faksimiles der Handschrift beigelegt. Jeder kann selbst überprüfen, ob Kafka es so geschrieben hat, wie es gedruckt in dieser Ausgabe zu lesen ist. Ja, ja, wer lesen kann … Und nun können wir nachlesen, dass Kafka tatsächlich Der Process geschrieben hatte. Und das sollten wir auch so lesen können. Richtig, endlich alles richtig.

Kafka - Weiss - Marx

Abgelegt unter Fragmente, Franz Kafka, Literatur von Dietbert | 27.09.2005 | 23:57

»Jemand mußte Josef K. verläumdet haben, denn ohne daß er etwas Böses getan hätte, wurde er eines Morgens verhaftet.« Der erste Satz aus dem Process von Frank Kafka.
Gabriel García Márquez postuliert, dass der erste Satz eines Werkes der Wichtigste ist. Der Leser wird gefangen oder findet keinen Zugang. Dieser erste Satz von Franz Kafka ist einer der Eindringlichsten. Ein Abgrund tut sich auf. Das Unfassbare, nicht Kontrolllierbare, Ausgeliefertsein, Machtlosigkeit, Dunkelheit. Das Dräuende. Der Druck. Nicht wissen, was zu tun ist. Was ist richtig? Was der nächste Schritt? Wie kann der Druck genommen werden? Wo ist da noch Platz für Liebe? Kann es Freiheit geben? Oder ist der Mensch gefangen, fremdbestimmt. Die Parameter des eingenen Lebensentwurfs gehen verloren. Auf wen ist Verlass? Ist Rettung möglich? Die letzte Antwort blieb uns Kafka schuldig. Josef K. rannt alleine gegen das Unrecht an. Er sitzt vor den Toren des Gesetzes und wartet. Niemand lässt ihn hinein. Warum? Weil er nicht Einlass verlangte? Nicht handelte.
Das Werk blieb Fragment. Wie das meiste von Kafka. Er wusste die Anwort nicht - oder nicht in Worte, in eine Geschichte zu fassen.
Und dann noch: Das Schloss. Das Unerreichbare. Der Landvermesser misst seinen Handlungsspielraum aus. Wie kann ich meinen Weg finden? Das Ziel ist fast zu sehen, er hat eine Vorstellung davon. Er weiß nicht, was zu richtig ist, was zu tun ist. Verliert sich im Schnee, in den Menschen.
Das Schloss führt mich unweigerlich zu Peter Weiss und zur Ästhetik des Widerstands: Wie kann sich der Mensch behaupten, wie kann der Entrechte zum Handelnden werden? Wo findet der Mensch Grundlagen, die sein Handeln bestimmen. Wie kann unter dem Faschismus Menschsein bewahrt werden. Überleben? Die Welt ändern? Die Kunst ist das Gedächtnis der Menschheit. Wenn wir uns diese aneignen, können wir Wege finden, die Fragen stellen, die zu Antworten werden. In der Antike, im Feudalismus, im Kapitalismus, unter der faschistischen Herrschaft und auch unter dem stalinschen Sozialismus.
Wenn wir wissen könnten, was die Welt im Innersten zusammenhält (Goethe, Faust), gäbe es dann einen Weg zur Freiheit, zur Selbstbestimmung? Eine gerechte Welt?
Eine Welt, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist. (Marx, Manifest der Kommunistischen Partei). Und der erste Satz des Manifestes hat es auch in sich: Ein Gespenst geht um in Europa. Darüber wird noch zu schreiben sein.

websichere Farben 1

Abgelegt unter Netzarbeit von Dietbert | 27.09.2005 | 21:19

Am Anfang war die Welt voller Farben. Dann kam der Computer, der kannte nur schwarz und weiß, dann schwarz und bernstein, dann 16 Farben, 256 Farben usw. usf. Webbrowser konnten mit der Vielfalt aber nicht viel anfangen und deshalb gab es strenge Restriktionen. 216 Farben blieben als Gestaltungsspielraum übrig.
Es ist also but zu wissen, welche Farben kann ich sicher verwenden.
Das ist heute ein wenig anders. Zu anderen Farbmodellen gibt es in einem späteren Artikel mehr. Es gilt aber trotzdem: Diese 216 Farben sehen auf jedem Computer, ob Wintel oder MAC, in jedem Fall gleich aus. Also heißen sie websichere Farben.
Wer Photoshop und Imageready oder andere Bildbearbeitungsprogramme nutzt, kennt die Effekte, wenn Grafiken in ein webtaugliches Dateiformat gewandelt werden. Unschöne Effekte treten auf, die HKS- oder Pantone-Töne mutieren.
So sollte der Webdesigner, webworker oder auch Mediengestalter bei der Gestaltung schon immer das Endresultat vor Augen haben. Probieren im frühen Stadium des Gestaltungsprozesses zahlt sich aus und ist produktiv.
Die Tabelle zeigt die “sicheren” Farben, sie ist auch gut als Merkhilfe geeignet.

Kafka2

Abgelegt unter Fotografie von Dietbert | 26.09.2005 | 23:41



Kafka2

Originally uploaded by Der Landvermesser.


Ein Bild von Franz Kafka darf nicht fehlen.

mac blogging

Abgelegt unter Netzarbeit von Dietbert | 26.09.2005 | 21:51

Was brauchen wir?
Nach einigem Hin und Her habe ich mich für WordPress entschieden, weil es schlank ist, über Safari verwaltet werden kann, alles mitbringt, was ich derzeit brauche und auch weil ein Beitrag verschiedenen Kategorien zugeordnet werden kann. Außerdem gibt es hunderte von Themen - da ist sicher eines dabei, was gefällt. Weitere Anpassungen sind mit ein HTML- und PHP-Kenntnissen möglich. Für WordPress brauchen wir eine MySQL-Datenbank und PHP-Unterstützung. Das klappt bei mir z.B. auch mit einem Strato Premium-Paket. Der Vorteil hier ist das regelmäßige Backup auch der Datenbank und der Shell-Zugriff - auf dem MAC mit Terminal.
Gut mit WordPress arbeit der flickr Bilder-online-stellen-Dienst zusammen. Bilder können von flickr aus direkt gepostet werden. Das spart eigenen traffic und webspace. Dazu brauchen wir natürlich einen Account bei flickr. Der ist schnell eingerichtet. In WordPress können pics von flickr in einem Fenster angezeigt werden: eins oder mehrere zufällig ausgewählt, die neuesten oder auch eine kleine Flash-Animation - vieles ist möglich und recht schnell im blog integriert.
Wer iPhoto nutzt kann sich darüber freuen, direkt aus iPhoto heraus Bilder an flickr schicken zu können.
So entsteht eine Arbeitsumgebung: MAC -> MySQL/PHP -> iPhoto -> flickr -> blog

Mauergecko

Abgelegt unter Fotografie von Dietbert | 26.09.2005 | 17:36



Mauergecko

Originally uploaded by Der Landvermesser.


So große habe ich zwar noch nicht gesehen, nur die kleinen niedlichen in Südfrankreich.

Wasserschildkröte

Abgelegt unter Fotografie von Dietbert | 26.09.2005 | 17:30
Wasserschildkröte

Wasserschildkröte,
originally uploaded by Der Landvermesser.


Genesis

Abgelegt unter Fragmente von Dietbert | 26.09.2005 | 17:24

“Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe …”
aber als Optimist lasse ich mich nicht entmutigen. Dass mag man denken, wo doch Herr K. für diesen blog der Namenspate war. Falsch. Genau so falsch ist es, anzunehmen, ich wäre religiös. Bin ich nicht. Die Bibel bietet aber Bilder und Allegorien, die oft passen. Sonst wäre die Religion ja schon längst ausgestorben. Und statt “Opium für’s Volk” (Marx, Engels oder Lenin, weiß ich grad nicht) gibt’s heute Karren aus Rüsselsheim. Lassen wir das. Ich bin also noch zu haben. Und noch eines: ich sitze keinesweg ständig am PowerBook, was mich interessiert, wird hier in diesem blog langsam sichtbar werden.

Strichzeichnungen

Abgelegt unter Kunst von Dietbert | 26.09.2005 | 17:14

Ich liebe diese Zeichnungen … noch wirkliche Handarbeit, nur Papier und Feder - und eine Vorlage aus der Natur. Außerdem machen sich die auf den O’Reilly-Büchern auch gut, schaut mal in’s Regal. Außerdem kann man die wunderbar als Vorlagen zur Gestaltung nutzen. Ich habe einige davon, die ich nach und nach hier zeigen werde. Wer noch Quellen weiß, bitte melden. Diese hier habe ich natürlich auch nicht selbst gescannt, sondern im weltweitnetz gefunden.

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