Sushi selber machen ist nicht schwer. Hier eine sehr einfache Variante. Ohne viel Schnickschnack. Mit leicht zu besorgenden Zutaten.
Sushi sind ein absolute Leckerei. Wer Fisch mag, sollte es unbedingt einmal probieren. Wer Glück hat, findet ein gutes Sushi-Restaurant in der Nähe. Da sind wir hier im Norden wohl etwas im Vorteil. „Moin“ sagen wir allerdings nicht beim Betreten des Restaurants.
Abzuraten ist auf jeden Fall von eingefrorenen Sushi. Die schmecken scheußlich. Mit wenigen Zutagen können wir allerdings ein durchaus wohlschmeckendes Gericht zubereiten.

Wer mag, reicht als ersten Gang eine Miso-Suppe. Da gibt es durchaus gute Instant-Varianten.
Zunächst brauchen wir ein paar Werkzeuge und vielleicht noch ein Buch für weitere Anregungen oder auch für ein paar Kniffe.
Die meisten Zutaten lassen sich mittlerweile in jedem guten Lebensmittelmarkt finden. Zum Glück betreibt hier in der Nähe eine Asiatin seit kurzem einen Shop, die auf Nachfrage auch gewisse Zutaten für Sushi in ihr Sortiment aufgenommen hat.
Bei den Werkzeugen ist es schon ein wenig schwieriger. Ich habe mein Sushi-Messer (wie ich es gerne nenne) bei Hulkagekauft. Die Messer dort sind sehr, sehr günstig. Auch die anderen Zutaten für Sushi gibt es dort.
Unverzichtbar für die Zubereitung sind ein sehr scharfes Messer und eine Matte zum Rollen der Maki Sushi.
Zutaten für zwei Personen:
1 Becher Reis
1 Stück Kombu
Reis-Marinade (Essig-Zucker-Salz-Mischung)
3 El Reisessig
1 El Zucker
1/2 Tl Salz
Es gibt auch wohlschmeckende fertige Mischungen.
Außerdem werden benötigt:
Nori-Blätter
Sojasoße
Wasabi (scharfe Meerrettich-Paste)
eingelegter Ingwer
Geeignete Fischsorten
vom Händler oder aus der Tiefkühltruhe:
Einen gut schmeckenden Fisch zu finden, ist nicht immer leicht. Fisch schmeckt roh manchmals sehr anders als gebraten oder gekocht. Anfangen können wir mit diesen Arten: Thunfisch, Lachs, Shrimps, Tintenfisch und Surimi (das sind gespresste Sticks aus Krebsfleisch oder Krill, die gehören eigentlich nicht richtig dazu, schmecken aber lecker). Der Thunfisch muss sehr rot sein, die dunklen Teile schmecken überhaupt nicht. Mir schmeckt er roh dann besser als gebraten.
Reis kochen
Das ist eigentlich das Schwierigste. Vergesst die Angaben in Büchern und auf der Reis-Packung. Am besten gelingt der Reis so:
Für zwei Personen reicht ein Kaffeebecher voll Reis, der zunächst ausgiebig gewaschen werden muss. Ich gebe den Reis in ein Sieb, welches sich in einer Schüssel befindet. Der Reis wird lange, sehr lange (15 bis 20 Minuten) gewaschen – bis das Wasser einigermaßen klar ist.
Der Reis wird mit der anderthalbfachen Menge Wasser in einen Topf gegeben. Mehr Wasser muss es nicht sein! Dazu kommt ein Stück Kombu.
Nach dem Aufkochen mit wenig Hitze weiter köcheln lassen, den Deckel drauflassen. Wenn das Wasser vollständig aufgesogen wurde, ist der Sushi-Reis fertig, der nun abkühlen muss, darunter geben wir jetzt die Essig-Zucker-Salz-Mischung.
Und nun der handwerkliche Teil der Zubereitung:
Maki Sush

Die Maki Sushi (Rollen) lassen sich gar nicht so schwer herstellen. Wir legen ein halbes Nori-Blatt auf die Bambusmatte, verteilen den Reis darauf, legen einen Streifen Fisch dazu – und dann wird alles gerollt.
Falls es einmal zu viel Einlage war, kann man durchaus mit einem Stück angefeuchtetem Nori-Blatt die unschöne Stelle „überkleben“.
Das erste Resultat befriedigt vielleicht noch nicht. Aber mit ein wenig Übung wird das schon. Denkt immer daran, dass japanische Sushi-Meister zehn und mehr Jahre in der Ausbildung sind bevor sie selbst etwas den Gästen präsentieren dürfen.
Nigiri Sushi – Handgeformte Sushi
Das einzig schwierige daran ist es, den Reis ansehnlich zu formen, auf dem sich das Stück Fisch hübsch präsentiert wird.
Die fertig zubereiteten Sushi können auf einem großen Teller angerichtet werden. Ein paar Streifen Salatgurke zum Garnieren schaden nicht. Die schmecken auch gut zusammen mit dem Fisch in den Maki Sushi.
Am Tisch brauchen wir dann noch Sojasoße, Wasabi und den eingelegten Ingwer. Sushi isst man natürlich mit Stäbchen. Aber auch als Fingerfood ist es ein Genuss.
Als Getränk dazu passt ein trockener Weißwein, durchaus mit ein wenig milder Säure. Der Riesling kann wieder aus dem Keller geholt werden.
Und wenn ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden seid, gibt es nur eines: Auf ins nächste Sushi-Restaurant.
PDF zum Download:
Sushi selber machen