Spitzkohl angehaucht

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 24.11.2005 | 20:16

Spitzkohl
Es ist Herbst. Es ist Kohlzeit. (Nee, der, an den man jetzt denken könnte, ist ja mehr da, nur seine Ziehtochter…) Und der Spitzkohl gehört eigentlich nicht so recht dazu. Macht nichts, schmeckt trotzdem.

Zutaten:

1 Spitzkohl
500 gr. Hackfleisch, gemischt
1 – 2 Zwiebeln
1 El Butterschmalz
Pfeffer, Salz
je 1 Tl Curry, Kurkuma (Gelbwurz), Cumin (Kreuzkümmel)
1/4 l Gemüsebrühe
evtl. 250 ml Süße oder Saure Sahne

Zubereitung:

Butterschmalz im Topf zergehen lassen, Hackfleisch dazu geben und kräftig anbraten. Nach ca. 10 Minuten Zwiebeln dazu und nochmals 10 Minuten braten bis der Spitzkohl, bis die Gewürze und die Gemüsebrühe in den Topf kommen. Alles nochmals 20 bis 30 Miunten vor sich hin köcheln lassen. Der Spitzkohl braucht nicht lange, um gar zu werden. Wer mag, gibt noch Süße oder Saure Sahne hinzu.
Dazu gibt es Kartoffeln: Bamberger Hörnchen sind auch hier erste Wahl.
Curry, Kurkuma und Cumin kann man natürlich auch weglassen. Aber ich finde Kohl, auch Weißkohl mit Curry absolut lecker. Und Kurkuma sorgt für eine schöne gelbe Farbe, davon kann man auch gerne ein wenig mehr in das Kohlgericht geben. Wer es noch ein schärfer mag, der würzt zusätzlich mit Cayenne-Pfeffer. Dann ist der Kohl richtig scharf.

Küchenkuriosität

Abgelegt unter !=, Kochen von Dietbert | 20.11.2005 | 18:37

Da hatte ich doch vor, mir heute, wo das Kind nicht da war, lecker Kartofflen mit Blumenkohl in einer Mehlschwitze zu kochen. Ging ja auch ganz gut. Bis ich merkte, dass ich statt Muskat Curry in die Soße gab. War aber gar nicht so schlimm. Das schmeckt ausgezeichnet. Muskat habe ich dann auch noch hinzugefügt. Tja, so muss es wohl auch unseren Vorfahren ergangen sein, als sie aus Versehen oder Unkenntnis dieses mit jenem kombinierten. Experimente in der Küche sind immer willkommen. Und sei es nur aus Versehen. Mut gehört immer als letzte Zutat dazu.

Sushi selber machen

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 13.11.2005 | 0:03

Sushi selber machen ist nicht schwer. Hier eine sehr einfache Variante. Ohne viel Schnickschnack. Mit leicht zu besorgenden Zutaten.

Sushi sind ein absolute Leckerei. Wer Fisch mag, sollte es unbedingt einmal probieren. Wer Glück hat, findet ein gutes Sushi-Restaurant in der Nähe. Da sind wir hier im Norden wohl etwas im Vorteil. „Moin“ sagen wir allerdings nicht beim Betreten des Restaurants.
Abzuraten ist auf jeden Fall von eingefrorenen Sushi. Die schmecken scheußlich. Mit wenigen Zutagen können wir allerdings ein durchaus wohlschmeckendes Gericht zubereiten.

Sushi-Messer
Wer mag, reicht als ersten Gang eine Miso-Suppe. Da gibt es durchaus gute Instant-Varianten.

Zunächst brauchen wir ein paar Werkzeuge und vielleicht noch ein Buch für weitere Anregungen oder auch für ein paar Kniffe.
Die meisten Zutaten lassen sich mittlerweile in jedem guten Lebensmittelmarkt finden. Zum Glück betreibt hier in der Nähe eine Asiatin seit kurzem einen Shop, die auf Nachfrage auch gewisse Zutaten für Sushi in ihr Sortiment aufgenommen hat.
Bei den Werkzeugen ist es schon ein wenig schwieriger. Ich habe mein Sushi-Messer (wie ich es gerne nenne) bei Hulkagekauft. Die Messer dort sind sehr, sehr günstig. Auch die anderen Zutaten für Sushi gibt es dort.

Unverzichtbar für die Zubereitung sind ein sehr scharfes Messer und eine Matte zum Rollen der Maki Sushi.

Zutaten für zwei Personen:
1 Becher Reis
1 Stück Kombu

Reis-Marinade (Essig-Zucker-Salz-Mischung)
3 El Reisessig
1 El Zucker
1/2 Tl Salz
Es gibt auch wohlschmeckende fertige Mischungen.

Außerdem werden benötigt:
Nori-Blätter
Sojasoße
Wasabi (scharfe Meerrettich-Paste)
eingelegter Ingwer

Geeignete Fischsorten
vom Händler oder aus der Tiefkühltruhe:
Einen gut schmeckenden Fisch zu finden, ist nicht immer leicht. Fisch schmeckt roh manchmals sehr anders als gebraten oder gekocht. Anfangen können wir mit diesen Arten: Thunfisch, Lachs, Shrimps, Tintenfisch und Surimi (das sind gespresste Sticks aus Krebsfleisch oder Krill, die gehören eigentlich nicht richtig dazu, schmecken aber lecker). Der Thunfisch muss sehr rot sein, die dunklen Teile schmecken überhaupt nicht. Mir schmeckt er roh dann besser als gebraten.

Reis kochen
Das ist eigentlich das Schwierigste. Vergesst die Angaben in Büchern und auf der Reis-Packung. Am besten gelingt der Reis so:
Für zwei Personen reicht ein Kaffeebecher voll Reis, der zunächst ausgiebig gewaschen werden muss. Ich gebe den Reis in ein Sieb, welches sich in einer Schüssel befindet. Der Reis wird lange, sehr lange (15 bis 20 Minuten) gewaschen – bis das Wasser einigermaßen klar ist.
Der Reis wird mit der anderthalbfachen Menge Wasser in einen Topf gegeben. Mehr Wasser muss es nicht sein! Dazu kommt ein Stück Kombu.
Nach dem Aufkochen mit wenig Hitze weiter köcheln lassen, den Deckel drauflassen. Wenn das Wasser vollständig aufgesogen wurde, ist der Sushi-Reis fertig, der nun abkühlen muss, darunter geben wir jetzt die Essig-Zucker-Salz-Mischung.

Und nun der handwerkliche Teil der Zubereitung:

Maki Sush

Maki Sushi
Die Maki Sushi (Rollen) lassen sich gar nicht so schwer herstellen. Wir legen ein halbes Nori-Blatt auf die Bambusmatte, verteilen den Reis darauf, legen einen Streifen Fisch dazu – und dann wird alles gerollt.
Falls es einmal zu viel Einlage war, kann man durchaus mit einem Stück angefeuchtetem Nori-Blatt die unschöne Stelle „überkleben“.
Das erste Resultat befriedigt vielleicht noch nicht. Aber mit ein wenig Übung wird das schon. Denkt immer daran, dass japanische Sushi-Meister zehn und mehr Jahre in der Ausbildung sind bevor sie selbst etwas den Gästen präsentieren dürfen.

Nigiri Sushi – Handgeformte Sushi

Das einzig schwierige daran ist es, den Reis ansehnlich zu formen, auf dem sich das Stück Fisch hübsch präsentiert wird.

SushiDie fertig zubereiteten Sushi können auf einem großen Teller angerichtet werden. Ein paar Streifen Salatgurke zum Garnieren schaden nicht. Die schmecken auch gut zusammen mit dem Fisch in den Maki Sushi.

Am Tisch brauchen wir dann noch Sojasoße, Wasabi und den eingelegten Ingwer. Sushi isst man natürlich mit Stäbchen. Aber auch als Fingerfood ist es ein Genuss.

Als Getränk dazu passt ein trockener Weißwein, durchaus mit ein wenig milder Säure. Der Riesling kann wieder aus dem Keller geholt werden.

Und wenn ihr mit dem Ergebnis nicht zufrieden seid, gibt es nur eines: Auf ins nächste Sushi-Restaurant.

PDF zum Download:
Sushi selber machen

Ich sach ja immer …

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 5.11.2005 | 18:54

… kauft euer Geflügel bei Cordes in Bülstedt oder bei einem anderen guten Bauern eures Vertrauens und lasst den Mist in den Kühltruhen der Supermärkte liegen! Das ist doch unfassbar, was diese Ganoven unter’s Volk bringen. Statt billig lieber gut und teuer – oder lasst es!

Tagliatelle mit Tomatensoße

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 4.11.2005 | 15:41

Tagliatelle mit Tomatensoße

Bei uns gibt es freitags oft Spaghetti mit Tomatensoße. Das Kind hätte am liebsten immer die Instant-Tomatensoße von Maggi. Für heute konnte ich ihn überreden, mal – einmal wenigstens – eine Alternative zu probieren. Gestern bekamen wir nämlich eine große Lieferung aus Italien mit wunderbaren Teigwaren und Zutaten für herrliche Pasta-Gerichte. Und zwar von der Fattoria La Vialla in der Toskana. Und der Anblick der schönen roten Tomaten im Glas führte uns zum

Rezept für Tagliatelle mit Tomatensoße

Zutaten für zwei bis drei Personen

Die Menge Tagliatelle richtet sich danach, ob sie als Vorspeise gedacht sind oder als Hauptgang. Mein Appetit ist in dieser Hinsicht immer ein wenig unterschiedlich. In der Regel bleibt etwas übrig.

1 Glas (500 gr) geschälte Tomaten – Pomodori pelati
1 rote (oder weiße) Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 El Olivenöl
Salz, Pfeffer, Oregano
Parmesan

Zubereitung

Das Olivenöl No. 7 von arteFakt in einem Topf erhitzen, die Zwiebel und den Knoblauch hinzufügen und glasig anschwitzen. Die Tomaten und die Gewürze hinzufügen und ein gute halbe Stunde köcheln lassen. Es darf auch ruhig länger sein, dann wird das Sugo sämiger und der Geschmack noch intensiver.

Die Tagliatelle in reichlich Salzwasser mit einem Schuss Olivenöl nach Anleitung al dente kochen. Sie sollten also noch Biss haben, probieren hilft.

Das ganze auf Pastatellern servieren und mit Parmesan bestreuen.

Guten Appetit!

Hähnchen nach Art des Hauses

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 30.10.2005 | 16:42

Hänchen nach Art des HausesDas Hähnchen kaufen wir – natürlich – auf Cordes’ Hof in Bülstedt, dem Landwirt unseres Vertrauens für alles Geflügel und für Spargel. Hier gibt es auch Enten und Gänse für den Weihnachtsfesttisch. Normalerweise läuft das Geflügel auf einer sehr großen Wiese spazieren und frisst sich groß und rund. Leider sind sie derzeit mehr im Stall – die Vogelgrippe-Vorsorge trifft auch sie und uns.

Ein bis zwei Tage vor dem Verzehr müssen wir das Hähnchen herrichten, damit es die Aromen gut aufnimmt und richtig gut wird: Das Hähnchen wird zunächst gewaschen. Die Flügel werden am Gelenk abgetrennt. Nicht forttun, die brauchen wir noch. Mit ein wenig Übung geht das bald wie von selbst.
Um eine möglichst knusprige Haut zu bekommen, wenden wir einen Trick aus der chinesischen Küche an: Die Haut wird ordentlich durchgewalkt oder es wird mit einem Filetiermesser zwischen Haut und Fleisch gefahren und langsam die Haut gelöst. Das hört sich schwerer an als es wirklich ist. So vorbereitet läuft das Fett, welches sich unter der Haut befindet, während des Bratens besser heraus und es ist ein insgesamt sehr mageres Gericht.

Die Marinade besteht aus vier Esslöffeln Orangen-Olivenöl von arteFakt, Salz, Pfeffer und edelsüßem Paprika. Wenn es schärfer sein soll, kommt noch Cayenne-Pfeffer hinzu. Damit wird das Hähnchen satt eingeschmotzt, auf hochdeutsch: eingerieben.
(Eingeschmotzt: Tolles Wort, was ich von einer früherer Freundin aus Lindau habe. Da wir beide auch gerne Hähnchen aßen, erinnere ich mich bei jeder Zubereitung an sie.)

Eine kleine mediterrane Alternative: Unter die Haut werden zwei Zweige Rosmarin und ca. 10 Blätter Salbei geschoben. Das ergibt ein wunderbares Aroma. Unter das Hähnchen kommen während der Marinierzeit und des Bratens noch ein bis zwei wenig zerkleinerte Knoblauchzehen und noch je einen Zweig Rosmarin und Thymian.

Nun kommt das Geflügel in den Kühlschrank, besser wäre eine wohltemperierte Speisekammer, so wie meine Oma eine hatte. Eine Speisekammer wäre auch für eine Peking-Ente optimal, denn diese wird möglichst an einem luftigen Ort für mehrere Tage aufgehängt.

Die leckere Leber gibt es gut gewürzt mit Salz und Pfeffer und in Olivenöl angebraten als Vorspeise – ein amuse bouche der ganz besonderen Art.

Das Hähnchen wird in einem Eisentopf ohne Deckel oder einer Auflaufform in den Ofen geschoben, bei 200 Grad. Unter das Tier legen wir die abgetrennten Flügel. Wer ein ganzes Hähnchen zubereiten möchte, dem sei empfohlen, es in zwei Teile zu zerschneiden. Mit einem ordentlichen Kochmesser ist das kein Problem. Alle fünfzehn Minuten wird die Haut mit dem Sud begossen. Die letzten zwanzig Minuten jedoch nicht mehr. Dann ist auch die Oberhitze einzuschalten. Außer man legt auf knusprige Haut keinen Wert.
Ich lasse das Hähnchen eher lange im Backofen. Dazu muss man wissen, dass Hähnchen von Cordes recht groß sind, ein halbes reicht locker für zwei Personen. So kommt es erst nach ca. 75 Minuten Backofenaufenthalt auf den Tisch. Das Fleisch ist dann immer noch schön fest und auf jeden Fall nicht labberig oder rosa, was ich hier auf keinen Fall schätze.

Dazu gibt es bei uns profane Penne Rigate von Barilla und eventuell in Butter geschwenkte Bohnen. Sicher schmeckt es auch gut mit Frischnudeln von Antonett Briese aus der arteFakt Nudelmanufaktur, mit Kartoffeln oder Baguette. Aber damit kann ich mich hier nicht durchsetzen: das Kind ist sehr traditionsbewusst, was einmal geschmeckt hat, darf nur wenig, selten oder gar nicht variiert werden.

Raclette und Blauer Schwede

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 29.10.2005 | 23:24

Raclette und Blauer Schwede Eine Variante des traditionellen Schweizer Gerichts für zwei Personen sieht so aus:
Man nehme statt Raclette-Käse ein Paket Gouda von Feinkost Albrecht Nord oder Süd, sechs bis acht Kartoffeln der Sorte Blauer Schwede. Diese Kartoffel hatten wir wegen der Farbe gewählt. Geschmacklich hat sie nicht so richtig überzeugt als Raclette-Kartoffel. Nächstens probieren wir dann dazu Bamberger Hörnchen.
Dazu gibt es noch einen Mix aus ein bis zwei Zwiebeln mit Knoblauch in Olivenöl, plus Salz und Pfeffer. Des weitern kann dieses preiswerte Gericht noch mit ein paar Scheiben Schinkenspeck und Büsumer Krabben aufgemotzt werden. Dies lassen sich auch hervorragend in den Pfännchen bruzzeln.
Uns schmeckt es jedenfalls so. Wenn dann noch ein einfacher grüner Salat dazu gereicht wird, sind wir mit unserem Raclette glücklich und zufrieden.

Google und Bremer Pinkel

Abgelegt unter Blogdorf, Kochen von Dietbert | 29.10.2005 | 1:49

Das freut den Gourmet: Mein Rezept von Grünkohl und Bremer Pinkel rangiert bei Google auf Platz vier der Ergebnisliste, wenn man als Suchwort „Bremer Pinkel“ eingibt. Das freut auch den Blogger.

[Update 1. November 2005]
Bei der Suche nach „Oldenburger Pinkel Grünkohl“ oder „Grünkohl Bremer Pinkel“ wird Der Process an erster Stelle genannt. Die Lust am Kochen ist im Lande ungebremst. Das freut den Koch.

Forelle mit Bamberger Hörnchen

Abgelegt unter Kochen von Dietbert | 28.10.2005 | 21:05

Forelle mit Bamberger Hörnchen

Man nehme: für 2 Personen
2 Forellen (vom Fischhändler des Vertrauens oder frisch aus dem Teich)
Olivenöl, Pfeffer, Salz, Dill, evtl. Knoblauch, Curry
Kartoffel-Beilage: Bamberger Hörnchen
Dazu: Gurkensalat

Zubereitung unseres Standard-Fischgerichts:

Die Forellen von Kopf und Flossen befreien. Innen salzen, pfeffern und „dillen“. Variante: Zusätzlich mit Curry würzen.
Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen. Wer mag, Knoblauch hinzufügen. Die Forellen von jeder Seite drei bis fünf Minuten braten. Weniger ist mehr!

Die schönen länglichen Bamberger Hörnchen in Salzwasser kochen. Wer keine Erfahrung mit diesen wohlschmeckenden Kartoffeln hat, sollte ab und zu mit einem Messerchen die Konsistenz prüfen.

Dazu reichen wir einen klassischen Gurkensalat. Den kann man auf zwei Arten zubereiten.
Wenn es schnell gehen soll, nehmen wir Knorr Salatkrönung für Dill-Kräuter.
Wer Zeit und Lust hat nimmt: 2 Esslöffel Olivenöl, 1 Esslöffel Essig, etwas Wasser, Salz, Pfeffer, reichlich Dill. Das schmeckt dann wie bei Oma und Muttern.

Das ganze dauert nur eine gute halbe Stunde. Das Risiko ist, dass die Forellen zu lange vor sich hin braten und weich werden. Wichtig ist, dass das Olivenöl richtig heiß wird, dann wird auch die Haut knusprig.

arteFakt Olivenöl No. 7

Wer denkt, Olivenöl kann nicht zum Braten verwendet werden, irrt. Ich verwende nur Olivenöle von arteFakt. Diese Olivenöle gehören zur Premium-Klasse und haben ein unglaublich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer die Qualität woanders kauft, zahlt leicht das zwei-, drei- oder vierfache. Auf jedem Kanister ist vermerkt, bis zu welchen Temperaturen es verwendet werden kann. Außerdem kann je nach Gericht oder Lust und Laune zwischen sehr verschiedenen Aromen gewählt werden. Es gibt Olivenöle aus Spanien, Italien, Griechenland und von Kreta. Und viele andere Leckereien.

Visite in Hamburg

Abgelegt unter !=, Kochen von Dietbert | 27.10.2005 | 23:50

Heute haben wir Hamburg einen kurzen Besuch abgestattet. Wir besuchten die Mutter vom Kind an ihrem neuen Arbeitsplatz. Leider ein noch nicht ganz fertig eingrichtetes Büro gleich neben dem Rathaus. Von da schlenderten wir durch die City. Sehr hektisch und überall Autos und rasende Radfahrer, viele Porsches und ein Ferrari-Fahrer, der mit einem Cop diskuterte – irgendwas von demnächst Fahrerlaubnis weg hatte ich noch aufgeschnappt. Schade, dass der Innenstadtbereich nicht für die Fußgänger gemacht ist. Mir war gar nicht bewusst, wie nah an der Innenstadt DIE ZEIT, DER SPIEGEL, die Speicherstadt beieinander liegen. Das Kind fotografierte viel, auch viel vogelgrippefreies Federvieh.
Das schönste Geschäft war natürlich das Manufactum Warenhaus im Chile-Haus. Da hieß es, sich sehr, sehr zurückzuhalten. All die schönen Dinge nicht nur im Katalog anzuschauen, sondern in die Hand nehmen zu können, zu fühlen, einfach wunderbar. Gekauft wurden natürlich auch einige wichtige, wirklich unverzichtbare Dinge. Kleine Gefäße aus Glas mit geschliffenen Verschlüssen, die sich gut zum Aufbahren von kleinen Kostbarkeiten eigenen und zum Verschenken wie geschaffen sind.
Dann gab es noch die besten Haken zum Aufhängen von Bilderrahmen und einige Gewürze mussten auch dringend aufgefüllt werden: der leuchtend rote, unglaublich intensiv und gut riechende Paprika, englischer Curry, Cayenne Pfeffer. Spannend dürfte das Probieren der italienischen Tomaten werden. Eine unscheinbare Dose mit einer Sorte, die es eigentlich gar nicht mehr geben sollte. Die werden bestimmt bald in einem Rezept Verwendung finden, und hier wird davon berichtet.
Und dann – purer Zufall – die Entdeckung eines Geschäftes mit Landkarten aus aller Welt, aus allen möglichen Epochen. Eine Fundgrube für einen Liebhaber kartografischer Karten.
Hamburg, wenn du uns so freundlich begeistern kannst, kommen wir gerne wieder.
Leider trafen wir Lyssa nicht.

24 queries. 1.818 seconds.
Powered by WordPress
theme by evil.bert