Edward Hopper

Abgelegt unter Kunst von Dietbert | 22.07.2007 | 7:55

… wäre heute 125 Jahre alt geworden. Mich haben schon immer die einsamen Menschen in der Weite seiner Bilderwelten gereizt, verstört, inspiriert. Als Illustrator war Hopper auch quasi ein Kollege.

Hopper - Nighthawks

Und für die Freunde des Kinos gibt es hier noch ein Schmankerl zu sehen:

Hopper - House by the Railroad

Guernica

Abgelegt unter Kunst, Politik von Dietbert | 26.04.2007 | 8:27

Guernica

Heute vor 70 Jahre zerstörte die vom faschistischen Deutschland geschickte »Legion Condor« die kleine spanische Stadt Guernica, die heilig Stadt der Basken. 1600 Menschen starben.

In Guernica leben die glücklichsten Menschen. Ihre Angelegenheiten regeln sie durch eine Körperschaft von Bauern unter einer Eiche, und stets verhalten sie sich klug.
Jean-Jacques Rousseau

Picasso Guernica

Pablo Picasso malte 1937 seine riesige (777 x 349 cm) Guernica-Allegorie für den Pavillon der Spanischen Republik auf der Weltausstellung in Paris.
Mehr über Guernica, den Spanischen Bürgerkrieg und Picasso gibt es auch im zweiten Band der »Ästhetik des Widerstands« von Peter Weiss.

Grundreinigung

Abgelegt unter Kunst von Dietbert | 22.04.2007 | 17:41

Banksy Pulp Fiction

Ein professioneller Reinigungstrupp gegen Graffiti in London hat mal eben ein sehr bekanntes beseitigt: Banksys »Pulp Fiction« mit John Travolta und Samuel L. Jackson, bewaffnet mit Bananen. Warum soll es in London auch anders sein als anderswo. In Deutschland wurde ja auch einmal eine Fettecke von Joseph Beuys von einer akkurat arbeitenden Putzfrau entfernt. Das beweist nur, dass nicht jeder ein Künstler ist. Da hilft nur eines: ranschreiben, dass es Kunst ist.

Da wäre ich jetzt gerne

Abgelegt unter Kunst von Dietbert | 27.02.2007 | 7:47

… und nicht im trüben, grauen, nassen Norden.

Vincent van Gogh - Weizenfeld mit Zypressen

Vincent van Gogh: Weizenfeld mit Zypressen

Jeden Tag ein Meisterwerk

Abgelegt unter Kunst von Dietbert | 6.02.2007 | 21:45

Hagar in der Wüste von Jean-Baptiste-Camille Corot

Ich bin ja schon lang ein Freund von Lyrikmail, da ich jeden Tag ein Gedicht geschickt bekomme: von den Klassikern bis zur Moderne ist alles dabei. Oft passen die Gedichte auch zur Jahreszeit, zu Jahrestagen oder sonstigen als wichtig erachteten Begebenheiten.
Nun bin ich irgendwie auch auf Meisterwerke-Online gestoßen. Jetzt gibt es jeden Tag auch noch ein Gemälde per E-Mail. Ob ich dieses Angebot genauso weiterempfehlen kann, weiß ich noch nicht genau. Bisher gab es nur wirklich »alte Schinken« zu sehen. Und moderne Kunst könnte durchaus auch dabei sein. Auf der Website gibt es jedenfalls auch viel Kunst in hoher Auflösung. Und das Stöbern lohnt allemal.

Heute gab es: Hagar in der Wüste, das Jean-Baptiste-Camille Corot zugeschrieben wird.

Ungerechtes Ende

Abgelegt unter Kultur, Kunst, Literatur, Musik, Politik von Dietbert | 11.12.2006 | 20:36

Gestern starb Augusto Pinochet, friedlich. Seinen Gegnern war das nicht vergönnt. Sie wurden entführt, gefoltert, ermordert, verscharrt, ins Meer geworfen. Pinochet wurde mehr als neunzig Jahre alt. Ihm wurde nie ernsthaft der Prozess gemacht. Er setzte um, was die nordamerikanischen Freunde billigten.

Salvador Allende

Er war verantworlich für den Tod von Salvador Allende, gewählter sozialistischer Präsident, der nach dem Bombardement der Moneda wohl den Tod suchte. Pinochet ist Schuld am unermesslichen Leid vieler Chilenen. Einige von ihnen habe ich kennen gelernt. Freundliche, friedliche Menschen, die diese herrlichen Empanades machten, die auf jedem Basar, bei jedem politischen Fest meine Leibspeise wurde. Oder Alfredo mit seiner Familie, schöne, stolze Menschen, die Fotos zeigten aus besseren Zeiten – aber immer dabei: das Militär. Auf einem Foto war auch Pinochet zu sehen. Unscheinbar schien er. Der Teufel steckte in ihm. Er schien auf seine Zeit zu warten.

Pablo Neruda

Wir lernten die chilenische Kultur kennen. Pablo Neruda – natürlich. Er war auch schon vorher die Ikone der chilenischen Literaten. Oder Victor Jara. Und dann auch zum Beispiel Los Jaivas, Musiker mit einem voluminösen Mix aus Rock und Folklore.
Und später dann die Romane von Isabel Allende, die Nichte von Salvador Allende, die die Geschichte auf ihre Art beschrieb und ein Millionenpublikum erreichte. Sie war auch verantwortlich für den Namen der Tochter einer guten Freundin.
So wird in jedem von uns ein wenig weitergereicht, um es zu bewahren.

Luis Corvalan

Und dann, 1975, wurde Luis Corvalán, der Chef der KP endlich frei gelassen. Auf einem Festival sah ich ihn auf der Bühne stehen, nichts wissend von dem Handel der politischen Freunde in Moskau. Aber immerhin: er war da und frei! Schon alt und gebrechlich. Und wir sangen wenigstens den Refrain des Liedes von Sergio Ortega:

El pueblo unido jamás será vencido!
El pueblo unido jamás será vencido!

Steht auf und singt! Ein neues Lied beginnt.
Ein neuer Kampf die Zukunft uns gewinnt.
Doch nur vereint besiegen wir den Feind.
Kämpft mit uns, Freund, daß morgen wir die Sieger sind!
In unserem Lied der neue Morgen glüht,
wie unsre Fahne glüht im wilden Wind.

Und Chile kämpft! Sein Kampf wächst mit dem Schmerz
und lodert aus den Minen himmelwärts
Von Nord nach Süd das Volksfrontbanner zieht.
Die Einheit glüht: Wir schmieden sie aus Chiles Erz.
Der Weg ist klar: Unidad Popular!
Das Volk es kämpf mit Hand und Hirn und Herz.
Und jetzt wird das Volk sich erheben
im Kampfe und singen,
und singen mit mächtiger Stimme:

El pueblo unido jamás será vencido!
El pueblo unido jamás será vencido!

Und Chile singt das Lied vom neuen Licht,
vom neuen Tag, der freundlicher anbricht,
noch rot vom Blut, doch hell und klar und gut!
Genossen, Mut! Das Volk mit einer Stimme spricht.
In unsrem Schritt Millionen ziehen mit.
Das Volk vereint weicht den Faschisten nicht.

Und Chile tanzt, wenn es den Kampf geführt.
Es tanzt vereint, wie es vereint marschiert.
Faschistenpack! Es kommt, es kommt der Tag,
der Siegestag. Dann wird die Rechnung präsentiert.
Voran! Nach vorn! Für uns geht nichts verlorn.
Nur Ketten sind es, die das Volk verliert.
Und jetzt wird das Volk sich erheben
im Kampfe und singen,
und singen mit mächtiger Stimme:

El pueblo unido jamás será vencido!
El pueblo unido jamás será vencido!

Und noch ein Lied zum Schluss:

Venceremos!

Aus dem blühenden Herzen des Landes
dringt die Stimme des Volkes empor.
Seht, es zeigt sich ein besseres Morgen
und es jubelt ganz Chile im Chor.

Fest entschlossen die Arbeiter, Bauern
fest entschlossen die Frauen im Land
die Studenten, Soldaten und Kumpels
geben sich im Vertrauen die Hand.

Venceremos, venceremos,
sprengt die Ketten, in denen ihr liegt.
Venceremos, venceremos,
so nur wird unser Elend besiegt.

Venceremos, venceremos,
sprengt die Ketten, in denen ihr liegt.
Venceremos, venceremos,
so nur wird der Faschismus besiegt.

Sergio Ortega, Claudio Iturra, Hans Georg Albig (deutsch)

Abendmahl mit Darth Vader

Abgelegt unter Cinematografie, Kunst von Dietbert | 28.09.2006 | 23:00

StarWars Last Supper | Das letzte Abendmahl

Ich weiß nicht mehr, woher ich dieses Bild habe, aber es ist phantastisch. Eine neue Adaption eines alten Themas von Leonardo da Vinci.

Guernica

Abgelegt unter Kunst, Politik von Dietbert | 17.07.2006 | 12:10

Picasso Guernica

17. Juli 1936: Beginn des Spanischen Bürgerkriegs. Im April 1937 zerstörte die vom faschistischen Deutschland geschickte “Legion Condor” die kleine spanische Stadt Guernica, 1600 Menschen starben.
Pablo Picasso malte 1937 seine riesige (777 x 349 cm) Guernica-Allegorie für den Pavillon der Spanischen Republik auf der Weltausstellung in Paris. Mehr dazu hier.
Wer in seinem Bücherschrank noch eine Ausgabe der “Ästhetik des Widerstands” von Peter Weiss hat, sollte sich doch oder noch einmal den zweiten Band herausnehmen und lesen.

It’s not a trick - it’s a jpg and != a gif

Abgelegt unter Kunst, Netzarbeit von Dietbert | 29.10.2005 | 3:13

Bei Lisaneun gefunden. Ein verwirrendes Bild, welches kein gif ist, aber vorgibt eines zu sein. Das Auge wird schamlos betrogen.

Wer es als Wallpaper für eine übliche Bidlschirmgröße mag, kann auch dieses downloaden.

Max und Moritz

Abgelegt unter Kochen, Kunst von Dietbert | 22.10.2005 | 0:25

Max und Moritz von Wilhelm Wagenfeld Am Wochenende wird hier ja wieder vermehrt gekocht. Neues gekocht, diesmal zumindest. Über die Leckerbissen werde ich schreiben, wenn die Rezepte feststehen. Da ich mich ja nicht so genau an Vorgaben halte, ist es besser, wenn ich die Zutaten nach der Zubereitung aufschreibe.
Auf jeden Fall gibt es etwas mit für uns neuen Kartoffelsorten: Bamberger Hörnchen uns so weiter. Wir sind sehr gespannt.

So soll es jetzt aber wenigstens eine Kleinigkeit vorweg geben. Wer kennt sie nicht? Max und Moritz von Wilhelm Wagenfeld. Fragezeichen über Fragezeichen? Das war doch eine Geschichte von Wilhelm Busch. Beides ist richtig. Also keine gute Frage für die Jauch-Show „Wer wird Millionär?“.

Max und Moritz von Wilhelm Busch

Wilhelm Wagenfeld wurde übrigens 1900 in Bremen geboren, von ihm sind viele gute Dinge im Designzentrum Bremen zu sehen.
Kunst für den Alltag. Gebrauchskunst. Schön und praktisch. Unübertroffen in Klarheit und Nutzbarkeit. Kaufen kann man davon einiges bei Manufactum.

Vielleicht schlagen wir uns den Bauch auch voll mit einem leckeren Hühnchen vom Bauern unseres Vertrauens. Die Knochen werden wir jedoch nicht verspeisen.

Wer mal wieder Max und Moritz lesen möchten, kann dies hier tun – ein legaler Download ist auch möglich.

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